In der Rubrik Reisetipps wurden Informationen und Ratschläge zusammengestellt, die helfen sollen, das Konzept „nachhaltiger Urlaub“ beziehungsweise „Ökotourismus“ zu verdeutlichen und dessen konkrete Umsetzung zu erleichtern. Das ist oft gar nicht weiter kompliziert und erfordert auch keine großartigen Einschränkungen seitens der Reisenden, es gilt lediglich einige simple Grundsätze zu beachten.
Diejenigen, die am anders reisen interessiert sind oder auch diejenigen, die sich ganz allgemein über die Leitsätze, durch die nachhaltiger Tourismus gekennzeichnet ist, informieren wollen, finden im Folgenden noch einmal eine Übersicht über die Dinge, die man bei einem auf Nachhaltigkeit ausgerichteten Öko Urlaub auf jeden Fall vermeiden sollte:
Extrem schädlich für die Umwelt sind Langstreckenflüge. Ganz besonders schlecht im Sinne des Eco Tourismus sind Reisen zu anderen Kontinenten. Schlimmer sind diese nur noch, wenn sie daran dann noch eine ganze Reihe von Inlandsflügen anschließen. Natürlich möchte man möglichst viel vom Land sehen, aber man sollte überlegen, ob die enormen Treibgasemissionen, die bei solch einer Reise entstehen, nicht vermieden werden können. Um das Inland des jeweiligen Reiseziels zu entdecken, können diejenigen, die nachhaltig reisen wollen, zum Beispiel bei einer Fahrradreise durch die Natur das Land erkunden. Auch eine Wanderung oder die Fortbewegung mit Reittieren wie Pferden, Lamas oder Eseln ist denkbar. Wenn es darum geht längere Strecken über Wasserwege zurückzulegen, muss es nicht das Motorboot sein. Eine Tour mit einem Segelschiff, oder noch besser eine komplette Segelreise, ist viel entspannter und obendrein auch noch mit den Prinzipien des Ökotourismus zu vereinbaren.
Sanfter Tourismus ist auch nicht zu vereinbaren mit Unterkünften, die nicht zu den äußeren Umständen passen und insgesamt einfach unangemessen sind. Riesige Hotelkomplexe, die mitten in extrem trockenen Gebieten mit schönen grünen Wiesen und riesigen Poolanlagen werben, sind auf jeden Falls die falsche Wahl. Ebenso sieht es mit touristischen Anlagen aus, die mitten in der Natur entstehen und Tiere und Pflanzen rücksichtslos vertreiben, damit die Urlauber eine paar luxuriöse Wochen verbringen können. Auch extrem prunkvolle Luxus-Anlagen in Gebieten, die extrem von Armut geprägt sind, sind im Sinne einer nachhaltigen Entwicklung zu vermeiden. Öko Ferienhäuser, Öko Ferienwohnungen oder auch speziell ausgezeichnete Ökohotels und Eco Resorts sind hier die bessere Wahl.
Bei Ökoreisen sollte am Urlaubsort nirgends in die Natur eingegriffen werden. Auch wenn die Korallen, die man beim Tauchurlaub am Roten Meer entdecken kann faszinierend schön sind, sind sie auch sehr zerbrechlich. Bei Wanderreisen sind Querfeldein-Wanderungen tunlichst du vermeiden. Selbst wenn man es nicht bemerkt und keine böse Absicht dahinter steckt, dadurch wird der Natur geschadet, denn Pflanzen und Lebewesen können so beschädigt werden. Viele Urlauber wollen an den zu beobachtenden Natur-Phänomenen ganz besonders nah dran sein und setzen diesen Wunsch ohne jegliche Rücksicht durch. Wasserschildkröten mögen es zum Beispiel gar nicht, wenn man sie an ihrem Strand besucht. Auch beim Badeurlaub sollten Reisende also Abstand halten und in den gekennzeichneten Bereichen bleiben.
Souvenirs, die aus Tierprodukten hergestellt wurden, sollten nicht gekauft werden. Wenn es sich dabei um geschützte Arten handelt, könnte man sich damit sogar strafbar machen. Souvenirs aus Schlangenleder, Elfenbein oder ähnlichem sehen vielleicht schön aus, widersprechen aber dem Leitgedanken, durch den nachhaltiger Tourismus geprägt wird.
Generell ist es das größte No-Go, wenn Reisende glauben, sich während ihres Urlaubs alles leisten zu müssen, alles sehen zu müssen und auf keinen Luxus verzichten zu können. Auch die Umwelt am Urlaubsort ist zerbrechlich. Müll sollte nicht liegen gelassen werden und unnötige Energieverschwendung sollte ebenfalls vermieden werden. Ein Flug mit dem Helikopter mag spannend sein, wer sich aber klar macht, wie viel Energie für eine halbe Stunde Abenteuer vergeudet wird, sieht schnell ein, dass dies in keinem Verhältnis steht zu dem Schaden, der der Natur entsteht.
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