1995 verkündete der damalige Tourismusminister Südafrikas, Dawie de Villiers, dass er Südafrika weltweit zum Ökotourismusland Nummer 1 machen wolle. Er sprach von Tier- und Pflanzenschutz und der Einbeziehung der einheimischen Bevölkerung, von ganzheitlichem Ökotourismus. Doch wo steht das Land heute, 15 Jahre später? Wie steht es um den Eco Tourismus vor Ort und um den angestrebten Podestplatz?
Reiseziele und nachhaltiger Tourismus in Südafrika
Südafrika zieht mit seiner landschaftlichen Schönheit ohne Frage viele Touristen an. Auch die Fußballweltmeisterschaft in Südafrika hat natürlich ihr Übriges dazu beigetragen, die Attraktivität dieses Reiseziels enorm zu steigern. Südafrika gehört zu den beliebtesten Reiseländern weltweit und lockt Besucher vor allem mit Safaris und Naturreisen. Zudem besticht es mit einer vielseitigen Landschaft, die von Wüsten bis zu subtropischen Klimazonen alles zu bieten hat. Beliebte Touristenziele sind unter anderem die großen Städte Kapstadt, mit dem bekannten Tafelberg, und Johannesburg. Weitere große Anziehungspunkte sind der Krüger Nationalpark sowie zehn weitere große Nationalparks und die wunderschönen Sandstrände rund um Durban. Soweit steht die Attraktivität Südafrikas außer Frage. Doch wie steht es um den Eco Tourismus? Die 1995 von de Villiers ins Leben gerufene Ökotourismus-Bewegung zeigte tatsächlich beträchtliche Erfolge und prägte auch die Tourismuspolitik auch der nachfolgenden Minister. 2002 legte Mohammed Valli Moose, der damalige Umwelt- und Tourismusminister, Leitlinien für die Umsetzung des Prinzips nachhaltiger Tourismus in Südafrika vor. Ein entscheidender Fokus dieser Leitlinien war die Einbeziehung der örtlichen Bevölkerung in alle Vorhaben rund um das Leitbild sanfter Tourismus. Bewohner sollten nicht nur einbezogen werden, sondern zudem vom Tourismus profitieren. Südafrika gilt als einer der ambitioniertesten Verfechter grenzübergreifender Initiativen zum Schutz von Naturschätzen. Hierzu zählen vor allem Naturparks, die vor Ländergrenzen keinen Halt machen und länderübergreifenden Schutz erfordern.
Ökoreisen und Öko Urlaub in Südafrika
Wer auf der Suche nach einem Öko Ferienhaus oder einem Eco Resort ist, wird in Südafrika nicht enttäuscht. Hier gibt es zahlreiche, oftmals privat geführte Eco Lodges, die in wunderschönen Naturlandschaften liegen. Diese Unterkünfte reichen von einfachem Standard bis hin zum Luxus. Allen gemeinsam ist, dass sie dem Leitbild, durch das nachhaltiger Tourismus geprägt ist, entsprechen. Nachhaltige und umweltfreundliche Unterkunftsarten sind jedoch noch bei weitem nicht alles. Die Südafrikaner setzen mittlerweile sehr stark auf Ökotourismus und stellen teils strenge Verhaltensregeln für Besucher, insbesondere in den Nationalparks, auf. Zudem gibt es zahlreiche Projekte, bei denen lokale Gemeinden vom Ökotourismus profitieren können. Immer mehr Gemeinden verwirklichen zudem aus eigenem Antrieb Projekte im Bereich sanfter Tourismus und gewähren einen einzigartigen, aber immer auch schonenden und nachhaltigen Einblick in ihre Lebenswelt. Dadurch ist Dawie Villiers’ Vision von 1995 ist auf einem guten Wege, Realität zu werden. Der Ökotourismus in Südafrika boomt und lässt sich zudem ideal mit anderen Tourismusformen vereinbaren: Paläotourismus und Abenteuertourismus beispielsweise, stehen hoch im Kurs und stellen keineswegs einen Widerspruch zur Ökobewegung in Südafrika dar.
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