Weithin als “Wiege der Menschheit“ bekannt ist der afrikanische Kontinent eine bedeutende Agglomeration verschiedenster Kulturen und Landschaftsformen. Naturräumliche Superlative konkurrieren mit pulsierenden Metropolen und sowohl die Geschichte als auch die vorherrschenden Kulturformen sind Zeugen bedeutender gesellschaftlicher und politischer Entwicklungen. Viele Bürgerkriege ordnen die Ländergrenzen fast jährlich neu und nahezu stoisch stehen diesen Geschehnissen die Fauna und Flora der länderübergreifenden Nationalparks gegenüber. So stehen zum Beispiel die Berggorillas im Virunga Nationalpark im Kongo sogar unter Schutz der Rebellen. Die Touristen, die diese auf einer Abenteuerreise in ihren natürlichen Lebensräumen beobachten wollen, werden von entsprechenden Einheiten der Rebellen durch den Nationalpark geführt.
Ökotourismus in Afrika
Die mittlerweile größte Rolle im Ökotourismus in Afrika spielen die großen Nationalparks im Osten des Kontinents und die damit verbundenen Errungenschaften im Bereich der Förderung regionaler Strukturen. Einst zur Großwildjagd genutzt, stellen Aktivreisen wie Safaris heutzutage einen bedeutenden touristischen Anziehungspunkt in Kenia und Tansania dar. Abenteuerurlaub und das Erleben der Natur stehen dabei eindeutig im Vordergrund. Ziel der Fotosafaris sind die sogenannten “Big Five“: Elefant, Leopard, Löwe, Nashorn und afrikanischer Büffel. Ein weiterer bedeutender Anziehungspunkt für Reisende, die das Ziel nachhaltig reisen auf ihrer Naturreise oder Wanderreise in Afrika verfolgen, ist der Kilimandscharo. Reisende aus der ganzen Welt begehen den höchsten Berg Afrikas über verschiedene Routen und können dabei viele Vegetations- und Bodentypen erkunden. Die Unterbringung des fünftägigen Aufstiegs wird entweder in Hütten oder in Zelten gewährleistet und limitiert die Zahl der Bergsteiger auf ein tägliches Pensum von 70 Personen. Ebenso bietet der Kibo-Gipfel die Möglichkeit, einen der Seven Summits zu besteigen. Dieses touristische Potential ist die Grundlage für die nachhaltige Entwicklung und das steigende Interesse, das nachhaltiger Tourismus in der Region verbuchen kann. Dies geschieht besonders durch karitative Einrichtungen. Workcamps, Freiwilligenarbeit und die Unterbringung in Eco Lodges oder Eco Resorts spielen hierbei die bedeutendste Rolle.
Weitere Urlaubsarten und Reiseziele für den Öko Urlaub in Afrika
Auch in Äthiopien spielt sanfter Tourismus eine große Rolle. Hier sind viele Kultstätten sowohl alter Religionen als auch des Christentums zu finden. Daher ist das Land auch gerade als Reiseziel für Kulturreisen so interessant. Einige der ältesten Bibelabschriften liegen in halb-unterirdischen Steinkirchen und werden seit Jahrhunderten von Gläubigen bewahrt und kulturell sowie religiös motivierten Reisenden präsentiert. Begründer des Prototourismus und Vorreiter im Bereich einer nachhaltigen Nutzung ihrer Natur- und Kulturschätze ist Ägypten. Entlang des Nils finden sich viele einzigartige Baudenkmäler die zwar massentouristisch erschlossen sind aber dennoch und nicht zuletzt deswegen die lokale Wirtschaft vorantreiben. Die Tauchregionen am Roten Meer orientieren sich nach einer intensiven Nutzung zu Beginn der 80er Jahre mittlerweile an Maßstäben des Eco Tourismus und versuchen die Schönheiten über und unter Wasser für die nächsten Generationen zu bewahren.
Ebenfalls schon lange kein Geheimtipp mehr sind die Destinationen im südlichen Teil des Kontinents. Namibia und Botswana präsentieren die unterschiedlichsten Wüstenformen und bieten mit vielen lokalen Veranstaltern ein Netzwerk an qualitativen Dienstleistern, von denen alle Gesellschaftsschichten profitieren. Für umweltfreundliche Städtereisen bieten sich Kapstadt oder Johannesburg an. Der Individualreisende findet besonders im Südosten von Südafrika viele beeindruckende Sehenswürdigkeiten wie zum Beispiel die Strände um Durban herum oder die “Garden Route” mit den berühmten Weinanbaugebieten.
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