Wenn es um die Verpflegung vor Ort im Öko Urlaub geht, dann gilt im Grunde das gleiche wie bei einer ökologischen Lebensweise und Ernährung im Allgemeinen: Lebensmittel, deren Produktion oder Verarbeitung der Umwelt in irgendeiner Weise schaden, sollten gemieden werden.

Gründsätze für die Verpflegung im Öko Urlaub

Wo auch immer nachhaltiger Urlaub verbracht wird, sei es der Familienurlaub mit Hund in Deutschland, die Bauernhofferien in Österreich als Form des Agrotourismus, der Trip zum Öko Camping in die Niederlande, beispielsweise auf der Insel Texel oder auch in Strandnähe an der niederländischen Nordseeküste, oder der Urlaub im Baumhaus in Brasilien, sollte darauf geachtet werden, dass möglichst regionale Produkte, die auch gerade Saison haben, verzehrt werden. Wer den Urlaub im Ökohotel oder in Eco Resorts verbringt, der kann davon ausgehen, dass auch dort auf importierte Ware verzichtet wurde und nur frische und regionale Produkte auf den Tisch kommen. Alles andere würde dem Leitgedanken der Nachhaltigkeit und der Verträglichkeit, durch den sich nachhaltiger Tourismus auszeichnet, komplett widersprechen, da die Produktion und der Transport exotischer Lebensmittel enorme Mengen an Treibhausgasemissionen verursacht und steht obendrein in keinem Verhältnis zur aufgewendeten Energie und verursachten Verschmutzung der Natur.

Im Urlaub hat man es häufig besonders leicht, sich mit Produkten zu versorgen, die vor Ort angebaut bzw. hergestellt werden. Gerade in südlichen Ländern ist die Auswahl an Obst und Gemüse oft sehr groß. Grundsätzlich und vor allem im für Ökoreisen gilt: Probieren Sie die Spezialitäten ihres Reiselandes aus! Wenn sie mit als Paar oder mit der Gruppe einen Öko Urlaub in Frankreich verbringen, sollten Sie die Gelegenheit nutzen und die köstlichen Weine der Region, wie zum Beispiel Bordeaux aus der Bordelais, Pinot Noir oder auch Chardonnay probieren. Warum nicht gleich eine ganze Weinreise davon machen? Übernachten ließe sich in idyllischer Atmosphäre in Zimmern oder Ferienwohnungen direkt auf den Weingütern. Was die Verpflegung im Urlaub angeht, sollte man allerdings gerade in entfernteren Ländern genau aufpassen. Besonders, wenn man seltene Tiere zum Verzehr angeboten bekommt, sollte man stutzig werden. Exotische und vom Aussterben bedrohte Tierarten, wie zum Beispiel Wale, Schlangen oder Schildkröten, gelten in manchen Ländern als Delikatessen, sollten aber gerade bei Ökoreisen natürlich nicht auf dem Speiseplan stehen.

Nachhaltiger Urlaub ist auch in Sachen Verpflegung vor Ort nicht sonderlich kompliziert. Eigentlich gibt es nicht viel zu beachten, das man nicht schon von zu Hause aus kennt. Man sollte sich immer Fragen, inwiefern die Erzeugung des angebotenen Produkts oder des Gerichts, welches man vor sich auf dem Teller hat, der Umwelt geschadet haben könnte. Auf Produkte, bei denen sich abschätzen lässt, dass sie mit dem Gedanken eines Öko Urlaubs nicht vereinbar sind, sollte verzichtet werden.