Dass der Schutz der Umwelt nach wie vor höchste Priorität hat, lässt sich inzwischen nicht mehr verhehlen. Viel zu deutlich ist die Sprache, die Studien und Statistiken sprechen. Umso wichtiger ist es daher natürlich, schon bei den Jüngsten anzusetzen und Kindern von klein auf die Bedeutung, die eine nachhaltige Entwicklung für jetzige und gerade auch zukünftige Generationen hat, bewusst zu machen. Aus diesem Grunde setzen immer mehr groß angelegte Projekte in der Schule an, um Schüler schon in den ersten Schuljahren für das Thema der Nachhaltigkeit zu sensibilisieren.
Eco Tourismus gewinnt an Bedeutung
Im Jahr 2005 wurde im Anschluss an den Weltgipfel für nachhaltige Entwicklung, der 2002 in Johannesburg stattgefunden hat, die Weltdekade der “Bildung für nachhaltige Entwicklung“ausgerufen, die noch bis 2014 anhält. Innerhalb dieser Dekade hat Deutschland es sich zum Ziel gesetzt, die Bildung für nachhaltige Entwicklung spürbar zu stärken und in der breiten Öffentlichkeit besser publik zu machen. So wurde im März 2005 z.B. ein Projekt namens “Nachhaltige Klassenfahrt” ins Leben gerufen, das dem Zweck dient, Kindern schon in den frühen Jahrgangsstufen die Vorteile und auch die Notwenigkeit des Prinzips “sanfter Tourismus” deutlich zu machen.
Nachhaltiger Tourismus als Vorbild
Im Urlaub hört die Verantwortung, die jeder von uns der Natur gegenüber zu tragen hat natürlich nicht auf. Schülern ein Verständnis für die Zusammenhänge zwischen Ökonomie und Ökologie im Kontext von Tourismus zu vermitteln und ihnen dabei die Vorteile des Ökotourismus zu vermitteln ist das Hauptziel des Projektes, dessen Wurzeln bis ins Jahr 1991, dem Geburtsjahr des sogenannten Reisepavillions, zurückreichen. Dieser hatte sich innerhalb weniger Jahre zu einer international bekannten und genutzten Treff- und Austauschplattform für nachhaltiges Reisen entwickelt und diente daher als Ausgangspunkt und Inspiration für das Projekt “Nachhaltige Klassenfahrt”. Nun sollen damit auch Reiseveranstalter von Jugendreisen für das Leitbild sanfter Tourismus gewonnen werden sollen.
Ökoreisen sind abwechslungsreich
Im Mittelpunkt des Projektes steht zunächst Leitfäden zu entwickeln, anhand derer Schulen und Reiseveranstalter gemeinsam Klassenfahrten so planen können, dass das Prinzip des Ökotourismus bewahrt wird, ohne dass die Schüler sich in ihren Möglichkeiten und Freiheiten eingeschränkt fühlen. Vermittelt werden nachhaltige Reisen in all ihren zahlreichen Formen, wie etwa Bauernhofferien oder Öko Camping, aber auch der Urlaub in umweltfreundlichen Hotels oder Öko Ferienhäuser als geeignete Unterkunft. Im Zuge dieser Bestrebung soll auch eine stets aktuelle Internetplattform entstehen, über die Schulen, die nachhaltige Klassenfahrten organisieren möchten, schnell und einfach Informationen beziehen können. Darüber hinaus wird es verschiedene Seminare geben, welche die Möglichkeiten, Vorteile aber auch Grenzen einer Ökoreise aufzeigen und Hilfestellung bieten, wenn es darum geht eine nachhaltige Klassenfahrt zu organisieren. Als Ansporn für Schüler und Lehrer sich tatkräftig am Projekt zu beteiligen wird ein Wettbewerb ausgeschrieben, dessen Gewinner für ihr besonderes Engagement und ihre besonderen Idee zum “anders reisen” ausgezeichnet werden sollen.
Auf die lange Sicht hat das Projekt natürlich das Ziel nicht nur nachhaltige Klassenfahrten zu fördern, sondern deren Teilnehmern die Wichtigkeit dieser sanften Art des Reisens wirklich nahezubringen. Die Kinder und Jugendlichen sollen auch bei späteren Reisen die Notwendigkeit genau wie die Vorteile, die ein nachhaltiger Urlaub bietet, im Hinterkopf behalten und ihre Reisen entsprechend umweltschonend planen. Verantwortlich für die Umsetzung des UN-Dekadeprojekts “Nachhaltige Klassenfahrten” sind die Stattreisen Hannover, die Interessenten jede Menge nützlicher Informationen zur Verfügung stellen.
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